Allerkanal

Der 19,4 km lange Allerkanal verläuft zwischen Wolfsburg und Gifhorn. Er dient dem Schutz von landwirtschaftlichen Flächen gegen Hochwässer der Aller. Er trug in der Vergangenheit auch zur Entwässerung der früheren Sumpflandschaft des Barnbruchs bei. Der fast schnurgerade Kanal leitet das Wasser der Aller bei einem Höhenunterschied von 5 m schneller ab als es dem Fluss in seinem stark mäandrierten Verlauf in diesem Abschnitt des Aller-Urstromtals möglich ist.

Der 1863 nach dreijähriger Bauzeit fertiggestellte Allerkanal beginnt südlich von Weyhausen und endet nahe der B 188 bei Brenneckenbrück, wo er wieder in die Aller fließt (Abb. 7). Diese wendet sich nach Norden, während der Kanal fast schnurgerade westwärts durch das Feuchtgebiet Barnbruch bis nach Gifhorn führt. Der Kanal ist etwa 5 m breit und 1 m tief. Da den Erbauern damals kaum technische Hilfsmittel zur Verfügung standen, hoben ihn Arbeiter mit Schaufeln aus.

Abbildung 2 (Jörg Thaden, Westerbeck, 2017)
Abbildung 2 (Jörg Thaden, Westerbeck, 2017)

Nordwestlich des Barnbruchs bei Osloß wird der Allerkanal vom Elbe-Seitenkanal in einer Trogbrücke überquert (Abb. 2).

Abbildung 6 (Unbekannter Fotograf / BAW, CC BY 4.0, beschnitten)
Abbildung 6 (Unbekannter Fotograf / BAW, CC BY 4.0, beschnitten)

Nach dem Bau der Brücke (Abb. 6) wurde er in einer kleinen Schleife unter diese durch verlegt.*A Die Aufnahme stammt aus dem Jahr 1968.

Abbildung 3 (Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Uelzen, 1999)
Abbildung 3 (Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Uelzen, 1999)
Abbildung 4 (Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Uelzen, 1999)
Abbildung 4 (Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Uelzen, 1999)

Abb. 3 zeigt den Querschnitt der Trogbrücke über den Allerkanal. Auf dem südlichen Weg besteht eine Durchfahrtshöhe von 4,1 m (Abb. 4). Nördlich verläuft der Allerkanal.

Abb. 7 zeigt den Verlauf des Allerkanals südlich der Aller. Die grünen Flächen sind die Allertal Naturschutzgebiete westlich und östlich von Gifhorn.

Abbildung 7 (Quelle: © OpenStreetMap-Mitwirkende, www.openstreetmap.org, Letzter Zugriff: 13.07.2017)
Abbildung 7 (Quelle: © OpenStreetMap-Mitwirkende, www.openstreetmap.org, Letzter Zugriff: 13.07.2017)

Südlichster Punkt

Abbildung 8 (© OpenStreetMap-Mitwirkende, www.openstreetmap.org, Letzter Zugriff: 13.07.2017)
Abbildung 8 (© OpenStreetMap-Mitwirkende, www.openstreetmap.org, Letzter Zugriff: 13.07.2017)

Vor Ihnen am Fuße der Kanalböschung befindet sich der südlichste Punkt der Gemeinde Sassenburg. Die Geokoordinaten nach WGS 84 lauten: 52° 27‘ 37“ Nord, 10° 38‘ 37“ Ost. Die Gemeinde Sassenburg umfasst eine Fläche von insgesamt 88,48 km². Die Gemeindegrenze hat eine Gesamtlänge von 55,61 km.*B

Parallel zum Allerkanal und von hier in nördliche Richtung verläuft auf 4,6 km Länge die Grenze zwischen der Gemeinde Calberlah und der Gemeinde Sassenburg. Im weiteren Verlauf in nördliche Richtung wird ab der Kreuzung von Aller und Elbe-Seitenkanal 3,9 km Grenze mit der Gemeinde Osloß und 6,8 km mit der Gemeinde Bokensdorf geteilt.

 

Der tiefste Punkt befindet sich mit 51,5 m. ü. NHN südlich des Grundstückes Neuhaus 3 direkt an der Aller. Mit 84,5 m ü. NHN kann das Flurstück „Hinter dem tiefen Grund“ den höchsten Punkt in der Gemeinde Sassenburg für sich beanspruchen. Er liegt nahe dem nördlichsten Punkt. Der Mittelpunkt hat als Koordinaten die Mittelwerte der Koordinaten des nördlichsten und südlichsten, sowie des östlichsten und westlichsten Punktes*C: 52,53046455° Nord, 10,64074665° Ost.

Text: Jörg Thaden, Westerbeck


Radweg zum Hören
Lassen Sie sich diese Informationstafel vorlesen.

Sprecherin: Oratlas - Online Vorleseprogramm   -   Schnitt: Jörg Thaden


Großer Sassenburg Rundkurs